Alkohol-Interlocks für mehr Sicherheit

Alkohol am Steuer ist auch im Karneval kein Spaß, bereits geringe Mengen können gefährlich werden. Alkohol-Wegfahrsperren – sogenannte Alkohol-Interlocks – stellen eine Möglichkeit dar, die Gefahr zu bannen.


Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt die Forderung nach Einführung von Alkohol-Interlock-Geräten in Kombination mit einer psychologischen Begleitung sowie einen entsprechenden Modellversuch dazu. Zahlreiche Alkoholunfälle könnten so verhindert und Menschenleben gerettet werden, sagt DVR-Sprecherin Julia Fohmann.

„Positiv an einem Modellversuch ist: Man kann testen, ob eine Alkohol-Wegfahrsperre in Kombination mit einer psychologischen Begleitung das Fahrverhalten Alkoholauffälliger nachhaltig ändert", sagt Fohmann. Mithilfe des Programms sollen sie verinnerlichen, dass Alkohol und Autofahren nicht zusammenpassen", erklärt die Sprecherin. Laut der Empfehlungen des VGT könnte das Programm etwa eine Alternative zum Fahrverbot oder dem vorläufigen Entziehen der Fahrerlaubnis darstellen. „Anders als das Fahrverbot oder der Entzug der Fahrerlaubnis, hat das Programm einen erzieherischen Effekt.“

Bei Alkohol-Interlocks handelt es sich um ins Fahrzeug eingebaute Wegfahrsperren. Der Motor kann nur gestartet werden, wenn der Fahrer zuvor eine Atemprobe in das Mundstück des Alkohol-Interlocks abgegeben hat und dabei kein Alkohol nachweisbar ist.