26.05.2020

Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf den Grenzwechsel zwischen Deutschland und seinen Nachbarländern. Die Situation ist schwer zu überschauen. Daher haben wir für Sie alle wichtigen Infos mit Stand vom 26. Mai 2020 zusammengestellt.

An der deutsch-dänischen Grenze ist Deutschland bereit, auf Kontrollen zu verzichten, sobald Dänemark dem ebenfalls zustimmt. Dänemark will dazu am 29. Mai einen konkreten Plan vorlegen.

Polen stellt eine Öffnung der Grenzen für den 15. Juni in Aussicht. Eigene Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren, müssen bei ihrer Rückkehr nach Polen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. Diese gilt aber weiterhin für Menschen, die in Medizin- oder Pflegeberufen arbeiten. Personen mit Sondergenehmigungen sowie Berufspendler dürfen passieren. Letztere müssen dafür alle 14 Tage einen negativen Corona-Test nachweisen.

Das gilt auch für Tschechien, dessen Regierung über eine Öffnung der Grenzen zu Deutschland ab 15. Juni nachdenkt. Voraussetzung ist, dass sich die Corona-Zahlen weiter positiv entwickeln.

An den Grenzen zu Österreich, der Schweiz und zu Frankreich sind seit dem 16. Mai wieder alle Grenzstellen geöffnet. Kontrolliert wird bis zum 15. Juni. Bis dahin ist die Ein- und Ausreise nur aus einem nachweisbaren triftigen Grund erlaubt. Touristische Fahrten oder Einkaufstouren sind weiterhin nicht gestattet. Generell offen bleiben die Grenzen für Berufspendler und den Warenverkehr. Bei Kontrollen der Bundespolizei sind Zurückweisungen möglich. Pendler erhalten zum Grenzübertritt vom Arbeitgeber einen Passierschein.

Luxemburg hat die Kontrollen an den Grenzübergängen als erstes deutsche Nachbarland am 16. Mai eingestellt.

Belgien führt bis mindestens 8. Juni ebenfalls Grenzkontrollen durch. Ziel ist es unter anderem, den Tourismus aus dem nahen Ausland einzudämmen.

Die Grenzen zu den Niederlanden sind nicht geschlossen. Es können jedoch trotzdem Kontrollen stattfinden, bei denen nach einem "triftigen Grund" für die Fahrt gefragt wird. Seit der Schließung der Grenzen Mitte März wurden mehr als 100.000 Einreisen nach Deutschland verweigert.