17.09.2019

Das beliebte Urlaubsland Kroatien hat die Strafen für viele Delikte im Straßenverkehr stark verschärft. Wer dort als Tourist mit dem Auto unterwegs ist, muss ab sofort bei Verkehrsverstößen mit teilweise drastischen Strafen rechnen, so der ADAC. Laut dem Verkehrsclub drohen empfindliche Geldstrafen bis zu 20.000 Kuna (2.700 Euro).

Bei wiederholten Verstößen können kroatische Beamte das Fahrzeug sogar beschlagnahmen und ein vorläufiges Fahrverbot verhängen. Der kroatische Gesetzgeber hat die Verschärfung des Straßenverkehrssicherheitsgesetzes mit der hohen Anzahl schwerster und zum Teil tödlicher Unfälle begründet. Die Zahl der tödlichen Unfälle in Kroatien pro eine Million Einwohner ist knapp doppelt so hoch wie in Deutschland und liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt.

Wer nach dem Urlaub einen Bußgeld-/Strafbescheid aus Kroatien erhält, dem empfiehlt der ADAC, sich juristisch beraten zu lassen, ob die Einlegung eines Rechtsmittels gegen den Bescheid aus Kroatien sinnvoll ist. ADAC-Mitglieder können sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaft an die ADAC-Clubjuristen wenden.
Wenn kein Rechtsmittel einlegt wird und auch keine Bezahlung erfolgt, wird der kroatische Bescheid rechtskräftig und damit vollstreckbar.

Deutschen Führerscheininhabern drohen in Deutschland keine führerscheinrechtlichen Maßnahmen wie Führerscheinentzug, Fahrverbote oder Punkte in Flensburg. Eine Vollstreckung würde ausschließlich die Geldbuße/-strafe betreffen.

Mehr Infos zu den einzelnen Verstößen und Bußgeldern gibt es unter: www.adac.de