19.11.2019

Staus auf der Autobahn gehören zum Alltag. Sei es ein Unfall oder eine Baustelle – oft kommt es hierbei zur Sperrung einer Spur, sodass der Verkehr auf eine Fahrbahn umgelenkt werden muss. Hierbei gilt laut Straßenverkerkehrsordnung das Reißverschlussverfahren, um den Verkehrsfluss aufrechtzuerhalten. Doch viele Fahrer tun sich schwer mit der Anwendung.

Laut einer aktuellen Umfrage von Autoscout24 fädelt sich etwa ein Drittel der Verkehrsteilnehmer zu früh ein. Jeder fünfzigste Fahrer ist besonders rabiat: Er fädelt sich sofort auf die freie Spur ein, lässt aber diejenigen, die erst ganz am Ende auf die freie Spur fahren wollen, nicht mehr einfädeln.

Die Straßenverkehrsordnung regelt eindeutig, was im Fall einer Fahrbahnverengung zu tun ist: Wird eine Spur gesperrt, sollen die Fahrzeuge diese bis zum Ende befahren und sich erst dann einordnen. Die Fahrer auf der durchführenden Spur sind verpflichtet, jeweils ein Auto im Reißverschlussverfahren einfädeln zu lassen. Auf diese Weise soll der Verkehrsfluss aufrechterhalten werden. Zwei Drittel (67 Prozent) der deutschen Autofahrer wenden diese Regeln richtig an, ein Drittel hat Defizite. So wechseln 31 Prozent sofort auf die durchführende Spur, lassen aber immerhin Fahrer, die sich erst später einfädeln, auf die freie Fahrbahn wechseln. Zwei Prozent der Fahrer wechseln ebenfalls sofort auf die freie Seite, sind aber offenbar frustriert über andere, die sich nicht hintenanstellen wollen: Sie unterbinden das Reißverschlussverfahren und lassen andere nicht mehr auf ihrer Spur einfädeln.