05.11.2019

Manche Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen Autofahrer nur bei Nässe beachten. Darauf weist dann laut ADAC ein entsprechendes Verkehrszeichen hin. Aber ab wann gilt eine Straße als nass?

Wann genau das Zusatzschild „bei Nässe“ gilt, hat der Bundesgerichtshof (BGH) bereits vor vielen Jahren entschieden. Eine Fahrbahn ist demnach nass, wenn sich auf ihr ein Wasserfilm gebildet hat – und sei er noch so dünn. Das erkennt man in der Regel daran, dass das Fahrzeug vor einem eine Sprühfahne bildet. Wegen ein paar einzelner Pfützen und Wasserlachen oder bei leichtem Regen gilt eine Straße also noch nicht als nass.

Ist die Fahrbahn hingegen nur feucht, muss die Geschwindigkeitsbegrenzung nicht beachtet werden. Eine feuchte Fahrbahn ist in der Regel daran zu erkennen, dass ihre Oberfläche sich dunkel verfärbt hat, so der ADAC.

Besteht eine Fahrbahn aus mehreren Fahrspuren, kann sogar für jede etwas anderes gelten: Ist ein Fahrstreifen nass, ein anderer aber nur feucht oder gar trocken, so gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung tatsächlich nur für die nasse Fahrspur.