11.01.2021

Betätigt man im Auto die Zündung, müssen – so alles in Ordnung ist – im Armaturenbrett alle optischen Warnhinweise aufleuchten. Damit kann der Fahrer kontrollieren, dass diese Leuchten tatsächlich funktionstüchtig sind.

Läuft der Motor, haben die meisten Warnleuchten zu erlöschen. Häufig bleibt dann allerdings das Warnsymbol für die angezogene Handbremse noch an oder der Hinweis, dass ein oder mehrere Passagiere noch nicht angeschnallt sind. Diese Warnleuchten signalisieren also akuten Handlungsbedarf. Doch das ist nicht bei allen so, manche dienen auch lediglich als Empfehlung, bestimmte Funktionen oder Bauteile am Auto zu überprüfen. Um im Fall des Falles nicht erst lange im Bordbuch suchen zu müssen, was das jeweilige Leuchtsymbol tatsächlich bedeutet, ist es ratsam, sich beizeiten mit den Warnleuchten vertraut zu machen.

Zunächst heißt es, die Warnlampen nach Farben zu unterscheiden: Leuchtet ein Symbol rot, dann gibt es irgendwo am Auto ein ernstes Problem oder es kann zum Versagen einer Funktion kommen. In einem solchen Fall ist es in der Regel ratsam, mit dem Auto keine größeren Strecken mehr zurückzulegen, sondern es am besten schnellstmöglich checken zu lassen. Gelbe oder orange Warnleuchten weisen ebenfalls darauf hin, bestimmte Stellen oder Einrichtungen des Fahrzeugs in naher Zukunft einer Überprüfung zu unterziehen. Allerdings besteht hierbei meist kein akutes Risiko. Die grünen Zeichen hingegen bestätigen sozusagen, dass eine Funktion aktiv ist. Weiße Lampen wiederum vermitteln Informationen, Empfehlungen und gegebenenfalls auch Warnungen – etwa bei glatter Fahrbahn. Und das blaue Lampensymbol schließlich zeigt an, dass man mit Fernlicht fährt.

Die wichtigsten Anzeigen in den einzelnen Farbkategorien sind beispielsweise:

• Das rote Ausrufezeichen in einem Kreis. Es warnt davor, dass die Handbremse noch aktiviert ist, ein Versagen der Bremsen droht, die Bremsflüssigkeit sich deutlich verringert hat oder die Bremsbeläge bis aufs Limit abgefahren sind. Bei dieser Warnleuchte ist sofortiges Einschreiten erforderlich, weil ein gefahrloses Fortsetzen der Fahrt nicht mehr gewährleistet ist.

• Das Aufleuchten der roten Ölkanne verlangt ebenfalls umgehendes Handeln. Denn diese Warnleuchte zeigt an, dass etwas mit der Ölversorgung des Motors nicht stimmt: entweder ist der Ölstand oder der Öldruck zu niedrig. In einem solchen Fall muss sofort der Ölstand kontrolliert bzw. Öl nachgefüllt werden. Andernfalls kann es zu einem – in der Regel teuren – Motorschaden kommen.

• Ein Motorsymbol mit oder ohne Blitz weist auf Probleme mit dem Motor oder der Motorsteuerung hin. Die machen einen Werkstattbesuch notwendig.

• Die rote Temperaturanzeige mit Wellen darunter zeigt an, dass der Motor überhitzt bzw. schlecht gekühlt wird, häufig wegen zu wenig Kühlwasser. Dann sollte man umgehend anhalten und den Motor abkühlen lassen sowie danach den Stand der Kühlflüssigkeit überprüfen.

• Gelbe Symbole im Armaturenbrett fordern Autofahrer dazu auf, sich mehr um Sicherheit zu kümmern. So deutet etwa das Symbol für die Aktivierung des Elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) – ein schleuderndes Auto – auf problematische Straßenverhältnisse hin. Die gelbe Motorkontrollleuchte zeigt Probleme mit der Motorsteuerung sowie einen möglicherweise erhöhten Schadstoffausstoß des Fahrzeugs an. In all diesen Fällen empfiehlt es sich, möglichst zügig eine Werkstatt aufzusuchen, um weitere Schäden zu vermeiden.

• Gelb leuchtet ebenfalls das Symbol, das auf Probleme mit dem Reifendruck aufmerksam macht oder einen platten Reifen bzw. eine (bevorstehende) Reifenpanne.

Grundsätzlich warnen die roten Leuchten/Symbole vor mehr oder weniger akuten Gefahren sowie Defekten, während die gelben Anzeigen für mehr Sicherheit sorgen sollen. Grüne Kontrolllampen hingegen informieren den Fahrer lediglich darüber, dass eine bestimmte Funktion, wie etwa der Blinker oder das Abblendlicht, gerade aktiviert ist. Sie bedeuten also keine Warnung.