Die Corona-Pandemie bringt nicht nur Schlechtes mit sich: Das weiterhin geringe Verkehrsaufkommen hat auch im 1. Halbjahr 2021 zu deutlich weniger Vekehrsunfällen geführt. Noch nie – seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 – wurden von Januar bis Juni weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt. Damit wurde der bisherige Tiefststand aus dem 1. Halbjahr 2020 nochmals unterschritten.

In den ersten sechs Monaten des Jahres sind in Deutschland 1.128 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben gekommen. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 162 Personen oder 12,6 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2020. Die Zahl der Verletzten ging um 10,0 Prozent auf knapp 134.800 Personen zurück.

Insgesamt nahm die Polizei in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2,4 Prozent weniger Unfälle auf als im 1. Halbjahr 2020. Die Zahl sank auf rund 1,05 Millionen. Das war der niedrigste Wert seit der deutschen Vereinigung. Bei knapp 935.700 Unfällen im 1. Halbjahr 2021 blieb es bei Sachschaden (–1,5 Prozent), bei rund 109.400 Unfällen gab es Getötete oder Verletzte (–9,3 Prozent).