Alle gegen einen, das Recht des Stärkeren und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben: Manchmal gleicht die tägliche Situation auf deutschen Straßen einem Kampf jeder gegen jeden. Kein Wunder, dass sich die deutschen Autofahrer im Straßenverkehr am häufigsten von anderen Menschen gestört fühlen, die sich rücksichtslos oder unbedacht verhalten.

Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Cosmos Direkt, dem Direktversicherer der Generali in Deutschland.

Die am häufigsten genannten Straßen-Störenfriede waren dabei unvorsichtige bzw. rücksichtslose Autofahrer (von 84 Prozent der Befragten angegeben). Seltener, aber dennoch recht häufig wurden unvorsichtige oder rücksichtslose Fahrradfahrer (55 Prozent), Gafferstaus (50 Prozent) und notorische Mittelspur- oder Linksfahrer (48 Prozent) als Störfaktoren identifiziert. Unvorsichtige oder rücksichtslose Fußgänger wurden von gut einem Drittel der Befragten (34 Prozent) genannt. Und es ist ein „neuer Gegner“ im täglichen Kampf auf der Straße aufgetaucht: Immerhin gut jeder vierte Autofahrer (28 Prozent) fühlt sich durch Fahrer von E-Scootern, die erst seit 2019 für den deutschen Straßenverkehr zugelassen sind, gestört.

Insgesamt fühlen sich Frauen im Straßenverkehr häufiger gestört als Männer: Für Frauen sind vor allem unvorsichtige oder rücksichtslose Autofahrer (85 Prozent vs. 76 Prozent) und Fahrradfahrer (60 Prozent vs. 51 Prozent) ein Problem, während sich Männer häufiger an notorischen Mittelspur- und Linksfahrern (53 Prozent vs. 44 Prozent) stören. Zudem fühlen sich ältere Verkehrsteilnehmer stärker gestört als jüngere: 84 Prozent der Gruppe 60 plus stört sich an anderen Autofahrern, die nur 77 Prozent der 18- bis 29-Jährigen aus der Ruhe bringen. Unvorsichtige oder rücksichtslose Fahrradfahrer finden 60 Prozent der Senioren störend, während nur jeder zweite 18- bis 29-Jährige (50 Prozent) so empfindet.